Herz-Kreislauf-Lunge-Leber

Vorsorge für die Organe, auf die es ankommt

Ihr Herz schlägt rund 100.000 Mal am Tag. Ihre Lunge atmet etwa 20.000 Mal. Ihre Leber arbeitet rund um die Uhr als zentrales Entgiftungsorgan. Diese Organe leisten Außerordentliches – und werden dabei oft erst beachtet, wenn etwas nicht mehr stimmt. 

Früh hinschauen – bevor Beschwerden entstehen

Zur Erstuntersuchung gehört für mich die Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems. Dabei setze ich auf mehrere sich ergänzende Verfahren:

Herz und Gefäße

Das Ruhe-EKG liefert einen wichtigen Ausgangsbefund – es macht krankheitshinweisende Veränderungen sichtbar und bildet die Grundlage für regelmäßige Folgeuntersuchungen. Die 24-Stunden-Blutdruckmessung erlaubt eine deutlich zuverlässigere Beurteilung als eine einzelne Praxismessung, da Blutdruckwerte in ungewohnter Umgebung oft nicht repräsentativ sind.

Der Herzultraschall gibt Hinweise auf erhöhten Blutdruck oder Veränderungen an den Herzklappen. Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern (Carotisdoppleruntersuchung) ermöglicht Rückschlüsse auf den Gefäßstatus des gesamten Körpers und zeigt frühe Zeichen von Arteriosklerose. Ergänzend untersuche ich spezielle Laborparameter wie Lipoprotein A, Homocystein und den Fettsäurestatus, die das individuelle Risiko für eine koronare Herzerkrankung präziser einschätzen lassen als ein Standardlabor.

Lunge

Steigende Umweltbelastungen führen zu einer Zunahme an Lungenerkrankungen – besonders Allergien und chronische Atemwegsbeschwerden. Neben dem Abhören der Lunge führe ich bei Bedarf eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) durch. Sie erlaubt eine genaue Beurteilung der Atemkapazität und des Atemflusses – und ist damit unverzichtbar, um das Ausmaß einer Lungenerkrankung vollständig einschätzen zu können. Gerne begleite ich Sie bei Lungenerkrankungen auch komplementärmedizinisch.

Leber und Bauchorgane

Die Abdomensonographie – eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums – gibt Informationen zum Zustand der Leber und weiterer Bauchorgane. Als zentrales Entgiftungsorgan ist die Leber eng mit dem Herz-Kreislauf-Stoffwechsel verknüpft: Eine belastete Leber kann den Fettstoffwechsel stören und Entzündungsprozesse begünstigen. Die Bauchultraschall-Untersuchung eignet sich gut als orientierendes Screeningverfahren und lässt sich unkompliziert in eine Vorsorgeuntersuchung integrieren.

Schilddrüse

Als zentrales Steuerorgan für Stoffwechsel, Energie und Herzrhythmus sollte die Schilddrüse nicht fehlen. Sie beeinflusst auch die Atem- und Darmfunktion sowie das Nerven- und Muskelgewebe. Schon geringe Abweichungen können sich in Erschöpfung, Gewichtsveränderungen, Herzrasen oder Kälteempfindlichkeit äußern – und bleiben im Standardlabor oft unentdeckt. In meiner Praxis erfolgt die Schilddrüsendiagnostik sowohl über erweiterte Laborwerte (inkl. fT3, fT4 und Antikörper) als auch über eine Ultraschalluntersuchung.

Viele ernsthafte Erkrankungen kann man durch rechtzeitige Vorsorge erkennen, verlangsamen oder sogar verhindern. Genau das ist mein präventiver Ansatz: nicht warten, bis Beschwerden auftreten, sondern frühzeitig hinschauen.

Therapieformen im Überblick

Allgemeinmedizin & Naturheilkunde

Ich frage nicht nur was, sondern warum

Als Ärztin für funktionelle und naturheilkundliche Medizin suche ich gezielt nach den tieferen Ursachen Ihrer Beschwerden. Denn nur wer die Wurzel kennt, kann wirksam behandeln.

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Dr. Meike Köppel, Praxis für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde und Gesundheits-Prävention in Bergisch Gladbach Refrath Bensberg

Häufige Fragen zur Organ-Vorsorge

Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser. Risikofaktoren wie stille Entzündungen, ein ungünstiger Fettsäurestatus oder erhöhte Homocysteinwerte können schon Jahrzehnte vor einem Herzereignis auftreten. Ich empfehle erste Vorsorgeuntersuchungen ab dem 35.–40. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung auch früher.

Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens und gibt Hinweise auf Rhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen. Der Herzultraschall (Echokardiographie) zeigt die Herzstruktur und -funktion direkt – also wie gut das Herz pumpt, wie die Klappen arbeiten und ob Veränderungen an der Herzwand vorliegen. Beide Verfahren ergänzen sich.

Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern zeigt frühe Zeichen von Arteriosklerose – also Ablagerungen in den Gefäßwänden – die oft lange vor einem Schlaganfall oder Herzinfarkt entstehen. Sie gilt als einfaches, aber sehr aussagekräftiges Screeningverfahren für den Gefäßstatus des gesamten Körpers.

Die Leber ist das zentrale Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan. Eine belastete Leber kann den Fettstoffwechsel stören, Entzündungsprozesse begünstigen und das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen. Eine regelmäßige Ultraschallkontrolle der Leber ist daher Teil einer ganzheitlichen Vorsorge.

Die Schilddrüse ist der Taktgeber des Stoffwechsels – und das Herz-Kreislauf-System reagiert sehr direkt auf jede Störung. Schilddrüsenhormone beeinflussen, wie schnell und kräftig das Herz schlägt: Eine Überfunktion kann Herzrasen und Rhythmusstörungen auslösen, eine Unterfunktion einen zu langsamen Puls und Schwäche. Auch der Blutdruck wird beeinflusst – und bei einer Unterfunktion steigt häufig der LDL-Cholesterinspiegel, was das Risiko für Arteriosklerose und koronare Herzerkrankungen erhöht. Genau deshalb gehört die Schilddrüse bei mir zur Herz-Kreislauf-Vorsorge – ich untersuche sie sowohl über Laborwerte als auch per Ultraschall.

Herz und Lunge sind funktionell ein untrennbares Team. Die Lunge nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab – das Herz pumpt das sauerstoffarme Blut zur Lunge und das frisch mit Sauerstoff angereicherte Blut wieder in den Körper. Ist die Lungenkapazität eingeschränkt, muss das Herz härter arbeiten, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen – das erhöht langfristig den Druck im Lungenkreislauf und kann das Herz belasten. Umgekehrt kann ein geschwächtes Herz zu Stauungen in der Lunge führen, die sich in Kurzatmigkeit äußern. Chronische Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma gehen deshalb häufig mit Herz-Kreislauf-Problemen einher. Eine frühzeitige Lungenfunktionsprüfung ist daher nicht nur für die Lunge relevant – sie ist auch ein wichtiger Baustein in der ganzheitlichen Herz-Kreislauf-Vorsorge.

Ja – und das ist ausdrücklich erwünscht. Viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich über Jahre, ohne spürbare Symptome zu verursachen. Genau deshalb ist die präventive Untersuchung so wertvoll: Sie erkennt Risiken, bevor sie sich klinisch zeigen – und gibt Ihnen die Möglichkeit, rechtzeitig gegenzusteuern.

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